Während sich die meisten Menschen im Ort heute früh noch einmal im Bett umdrehten, herrschte an der Mittelschule Groß St. Florian bereits absolute Hochstimmung. Grund dafür war ein ganz besonderes sportliches Highlight, das die Schülerinnen und Schüler mitten unter der Woche aus den Betten lockte.
Ab 5:30 Uhr morgens gab es für die Jugendlichen kein Halten mehr. Rund 80 Schülerinnen und Schüler sowie einige begeisterte Lehrpersonen fanden sich im Schulgebäude ein, um gemeinsam beim Public Viewing das Länderspiel Österreich gegen Jordanien zu verfolgen. Die Müdigkeit war wie weggeblasen, als alle fieberhaft dem frühen Anstoß entgegenblickten.
Die Stimmung in der provisorischen Fanzone war von der ersten Minute an elektrisierend. Ausgestattet mit rot-weiß-roten Schals und Fahnen verwandelten die Kids den Kreativraum in ein kochendes Stadion. Als es auf dem Rasen heiß herging, bewiesen die Schüler beachtliche Kreativität, um ihre Mannschaft anzufeuern: Kurzerhand wurden die eigenen Hausschuhe zu Drumsticks umfunktioniert, mit denen ein lautstarker Rhythmus getrommelt wurde. Diese lautstarke Unterstützung peitschte das österreichische Team sichtlich nach vorne.
Der absolute Höhepunkt des Morgens folgte in der entscheidenden Phase des Spiels. Österreich siegte am Ende verdient mit 3:1. Als Marko Arnautović zum entscheidenden Elfmeter antrat und den Ball eiskalt im Netz versenkte, kannte der Jubel in Groß St. Florian keine Grenzen mehr.
Weil so viel Mitfiebern natürlich hungrig macht, gab es in der Halbzeitpause eine großartige Überraschung: Zwei engagierte Mütter belieferten die hungrigen Fans mit köstlichem, selbstgebackenem Frühstück. Frisch gestärkt ging es danach in die zweite Hälfte des Fußball-Krimis.
Nach dem Schlusspfiff und den ausgiebigen Siegesfeiern hieß es dann allerdings: Schultaschen packen und ab in die Klassen. Doch mit dem 3:1-Sieg im Rücken fällt das Lernen heute wohl jedem spürbar leichter. Es war ein durchwegs perfekter Start in den Schultag, der den Kindern und dem Lehrerkollegium der MS Groß St. Florian sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.


